Am Freitag startet die neue BBL-Saison und über den Sommer hinweg hat sich einiges getan. Wir stellen euch die bekanntesten Neuzugänge vor und zeigen euch, wer die Favoriten auf den Titel sind:

FC Bayern München Basketball

Der Meister verlor mit Reggie Redding und Jared Cunningham zwei wichtige Stützen der Meistersaison. Doch was die Münchner als Ersatz holten, kann sich sehen lassen. "Ich glaube einfach, Bayern kann eines der besten europäischen Teams werden, und dabei will ich das Projekt unterstützen", äußerte sich zum Beispiel Neuzugang Petteri Koponen.

Maodo Lo ersetzt Anton Gavel, der seine Karriere beendet hat, auf der Guard Position und dürfte was Athletik und Wurf angeht, ein Upgrade zu dem in die Jahre gekommenen Gavel sein.

Mit Petteri Koponen kommt ein Lights-Out-Shooter vom FC Barcelona, der viel internationale Erfahrung mitbringt. Der Königstransfer ist aber Derrick Williams: Der ehemalige NBA-Spieler und Nr.2 Pick von 2011 will sich ähnlich wie Cunningham für die NBA empfehlen und wird gerade durch seine Athletik für einige Highlights sorgen.

Robin Amaize, Leon Radosevic und Nemanja Dangubic sind weitere Akteure, die die Rotation gut ergänzen werden. Einzig auf der Guard-Position könnten die Bayern bei dem straffen Spielplan etwas dünn besetzt sein – doch in Sachen Paul Zipser, der auf der 2 und 3 spielen kann, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Ob die Qualität reicht, um in der EuroLeague unter die Top 16 zu kommen, wird sich zeigen. Doch auf der nationalen Ebene sind die Münchner klarer Titelfavorit.

ALBA Berlin

Letztes Jahr fand Berlin wieder zu alter Stärke, doch die Berliner mussten einige Abgänge verkraften. Mit Spencer Butterfield und Marius Grigonis verloren die Albatrosse ihre beiden besten Schützen, die auch die Bayern im letzten Jahr vor einige Probleme stellten.

Neuzugang Rokas Giedratis ist zwar ein ähnlich starker Werfer, ob er aber das Loch füllen kann, das diese beiden hochkarätigen Abgänge hinterlassen, muss man abwarten.

Trainer Aito hat jedoch bereits letzte Saison gezeigt, wie schnell er eine Mannschaft formen kann. Da Berlin meist gleichwertigen Ersatz verpflichten konnte und die Starspieler Peyton Siva, Luke Sikma und Dennis Clifford halten konnte, wird auch diese Saison mit den Hauptstädtern zu rechnen sein.

„Man sieht schon: Es hilft natürlich, wenn sich der Großteil der Mannschaft kennt. Da steigt man auf einem ganz anderen Niveau ein", zeigte sich Albas Geschäftsführer Marco Baldi zufrieden mit der Vorbereitung.

Brose Bamberg:

Nach einer Saison zum Vergessen ist Bamberg im Umbruch – neuer Trainer, neue Spieler, neuer Geschäftsführer (zum Jahresende). Unter Ainars Bagatskis möchte der Liga-Primus möglichst "schnellen, aggressiven und smarten Basketball" spielen, um bald wieder um die oberen Plätze mitzuspielen.

Weitere Neuerung: Die Bamberger treten dieses Jahr im FIBA-Wettbewerb Champions League an und nicht wie in den letzten Jahren in der EuroLeague/EuroCup. "Unser Anspruch muss es schon sein, in diesem Wettbewerb unter die Top 8 oder Top 4 zu kommen", ließ der bald ehemalige Geschäftsführer Rolf Breyer noch im Juni verlauten.

Der Vorteil gegenüber der EuroLeague: Bedeutend weniger Partien. Bis zum Finale können maximal 20 Partien bestritten werden – in der EuroLeague sind es allein in der Hauptrunde schon 30.

Mit Cliff Alexander und Ex-EuroLeague-Finals-MVP Tyrese Rice hat man es geschafft, zwei Hochkaräter von einem Wechsel in die BBL zu überzeugen. Die Abgänge von u.a. Maodo Lo (Bayern), Daniel Hackett (ZSKA), Dorell Wright (Krasnodar) wiegen trotzdem schwer.

Durch den entzerrten Spielplan haben die Bamberger aber durchaus eine Chance in der Liga bereits in dieser Saison wieder oben mitzuspielen, da eben Bayern (EuroLeague) und auch Berlin(EuroCup) ein deutlich strafferes Programm absolvieren müssen.

Und auch wenn Geldgeber Stoschek in Zukunft mehr auf die Jugend setzen will, die Qualität im Kader ist weiterhin vorhanden.

MHP Riesen Ludwigsburg

Ludwigsburg spielte letzte Saison gut mit und lieferte auch international tolle Leistungen ab. Doch gleich 14 Spieler verließen den Klub – Headcoach John Patrick steht also vor einer schweren Aufgabe.

Gerade Abgänge von Spielern wie Johannes Thiemann (Berlin), Thomas Walkup (Kaunas) und Elgin Cook (Zagreb) sind schwer zu verkraften. Besonders bitter: Die Neuzugänge Konstantin Klein und Owen Klassen werden zu Saisonbeginn verletzungsbedingt fehlen.

Ob Ludwigsburg wie auch letzte Saison überrascht, bleibt abzuwarten. Die Vorbereitung hatte ihre Höhen und Tiefen, doch an Potenzial mangelt es dem Team definitiv nicht.

Vor allem auf Neuzugang Kelan Martin, der frisch von der Butler University aus der NCAA kommt, darf man gespannt sein. Immerhin wurde der Small Forward letzte Saison ins All-Big East First Team gewählt.

Nice to know:

  • Die Eisbären Bremerhaven haben eine Kooperation mit der DME Sports Academy aus den USA geschlossen. Das heißt in Zukunft wird man wohl einige amerikanische Talente in Reihen des BBL-Teams sehen.
  • Kris Jenkins spielt nächste Saison in der BBL bei den Eisbären Bremerhaven. Er versenkte 2016 im Finale des NCAA Tournaments mit 4.7 Sekunden auf der Uhr den entscheidenden Dreier gegen North Carolina – u.a. damals mit von der Partie: NBA-Spieler wie Josh Hart, Mikal Bridges, Jalen Brunson, u. v. m.
  • Der nächste Stockton spielt in der BBL: David Stockton, Sohn von NBA-Legende John Stockton, wird diese Saison für medi Bayreuth auflaufen.

Prognose:

Die Rangfolge scheint klar zu sein – doch gerade die internationalen Wettbewerbe sind nicht zu unterschätzen. Die hohe Belastung hat schon einigen Team Verletzungssorgen bereitet (siehe Bamberg im letzten Jahr). Sollten die Teams allerdings weitgehend verletzungsfrei bleiben, deutet alles auf ein Duell zwischen Bayern (1.70-Quote auf den Titel) und Berlin (6.00) hin.

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888sport

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