Die Klubs der Bundesliga leben von ihrer Geschichte, Anekdoten, Erfolgen und ihrer engen Bindung zu ihren Fans – speziell bei Traditionsvereinen. Im Laufe der Zeit entwickelten die Fans so sogar Kosenamen für ihre Sportvereine, die teilweise sogar mit in den Namen des Vereins aufgenommen wurden.

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Doch woher kommen diese Kosenamen überhaupt und welche Bedeutung haben sie? Wir nehmen ein paar Bundesligaklubs unter die Lupe und geben euch die Antwort!

Hamburger SV (Spitzname: „Die Rothosen“):

Die rote Hose gehört beim HSV seit Jahrzehnten zum Standard-Dress. Obwohl die Hamburger mittlerweile weiße anstatt rote Jerseys tragen, ist die rote Hose immer noch geblieben.

1. FC Köln (Spitzname: „Die Geißböcke):

Der 1. FC Köln und sein Geißbock Hennes – eine Liebesgeschichte, die wohl nie enden wird. Der Ur-Geißbock Hennes I. wurde dem Klub im Jahr 1950 von der Zirkus-Prinzipalin Carola Williams geschenkt. Benannt wurde der Geißbock nach der Vereinsikone Hennes Weisweiler. 

 

Vereinslegende in Köln und Gladbach: Henkes Weisweiler.

Mittlerweile wurde Geißbock in das Kölner Klublogo implementiert und Hennes steht als Maskottchen bei jedem Heimspiel an der Seitenlinie. Aktuell regiert übrigens der bereits achte Nachfolger von Hennes I.

Hertha BSC Berlin (Spitzname: „Die alte Dame“):

Genauso wie der italienische Spitzenklub Juventus Turin, trägt die Hertha den Spitznamen „alte Dame“. Fritz Lindner, der Vereinsgründer des Hauptstadtklubs, kam auf die Idee die Berliner „Hertha“ zu nennen, weil er kurz zuvor auf einem alten Dampfer fuhr, der diesen Namen trug. Da der Name Hertha doch sehr nach einer alten Dame klingt, ist der Spitzname naheliegend. 

FC Schalke 04 (Spitzname: „Die Knappen“):

Dass der Spitzname des Ruhrpottklubs auf seiner Bergbauvergangenheit stuft, war schon fast zu erwarten. Ein Knappe ist ein Bergmann nach abgeschlossener Lehre. Die Schalke werden übrigens auch gerne die „Königsblauen“ genannt.

1. FC Nürnberg (Spitzname: „Der Club“):

Der 1. FC Nürnberg war in der Anfangsphase des deutschen Fußballs der wohl mit Abstand der beste Verein. Die Oberbayern sammelten Titel um Titel. Der 1. FC Nürnberg war so erfolgreich, dass es einfach „der Club“ schlechthin war. Übrigens: Den Spitznamen konnten die Nürnberger schon lange nicht mehr rechtfertigen. Seit Jahrzehnten gilt der Club als der größte Fahrstuhlklub. 

Bayer 04 Leverkusen (Spitzname: „Werkself“):

Auch bei den Leverkusenern ist der Spitzname natürlich Umfeld-bedingt. Zunächst waren die Leverkusener die Betriebsmannschaft des Pharma-Unternehmens Bayer AG. Somit erschließt sich auch, warum der Name Bayer im Vereinsnamen implementiert ist.

Borussia Mönchengladbach (Spitzname: „Die Fohlen“):

In den 70er und 80er Jahren gehörten die Gladbacher zu den besten Teams der Bundesliga. Neben den Münchner Bayern, waren sie es, die die Titel holten. Ein sehr junges Team mit einer offensiven, unbekümmerten Art und Weise Fußball zu spielen, erbrachte ihnen den Spitznamen „Fohlen“.

 

Das wohl größte Puzzlestück der Fohlen: Günther Netzer.

Werder Bremen (Spitzname: „Werder“):

Warum heißt Werder eigentlich Werder? Der Name begründet sich mit dem Stadionwerder, der nahe der Weser gelegen ist. Hier befand sich der erste Sportplatz und die ersten Trainingsplätze des Sportvereins.

*Die Rechte an dem Bild liegen bei AP Photo*

Über den Autor
Von
Luca Beckmann

Luca studiert aktuell Sportjournalismus & Sportmarketing in Hannover und absolviert seit Oktober sein praktisches Studiensemester bei der Firma mmc sport in München.

Neben seinem Spezialgebiet Fußball verfügt er außerdem über umfangreiches Wissen im Handball, der Formel 1 und der NFL.