Nach dem Auftakt am letzten Wochenende steht auch schon wieder der zweite Spieltag der Bundesliga vor der Tür und auch dieser hat wieder einiges zu bieten.

Zwei Teams mit einer verkorksten letzten Saison kämpfen im direkten Duell gegen eine erneute Krise an, neue Spieler können sich erstmals präsentieren und bei einem Duell wird eine Vorgeschichte aus dem letzten Jahr sicher wieder für Gesprächsstoff sorgen. Wir zeigen euch drei Begegnungen, auf die ihr euch am Wochenende freuen dürft.

Alle Duelle am zweiten Spieltag

Hertha BSC Berlin – Eintracht Frankfurt (Freitag, 20:30 Uhr)

Borussia Mönchengladbach – Union Berlin (Samstag, 15:30 Uhr)

Bayer 04 Leverkusen – RB Leipzig (Samstag, 15:30 Uhr)

1.FSV Mainz 05 – VFB Stuttgart (Samstag, 15:30 Uhr)

FC Augsburg – Borussia Dortmund (Samstag, 15:30 Uhr)

Arminia Bielefeld – 1.FC Köln (Samstag, 15:30 Uhr)

FC Schalke 04 – SV Werder Bremen (Samstag, 18:30 Uhr)

TSG Hoffenheim – FC Bayern München (Sonntag, 15:30 Uhr)

SC Freiburg – VFL Wolfsburg (Sonntag, 18 Uhr)

Bayer 04 Leverkusen – RB Leipzig

Erst am Donnerstagnachmittag bediente sich Bayer auf dem Transfermarkt Atlético Madrid und verpflichtete den Rechtsverteidiger Santiago Arias per Leihe inklusive Kaufoption. Das Spiel gegen die Sachsen dürfte für den Kolumbianer damit aber noch zu früh kommen. Anders schaut das bei Patrick Schick aus, der tschechische Stürmer trifft bereits am zweiten Spieltag auf seine Ex-Kollegen aus Leipzig, wo er letzte Saison noch unter Vertrag stand. Vielleicht beendet er ja auch die Harmlosigkeit im Sturm der Werkself, die beim 0:0 am ersten Spieltag gegen Wolfsburg deutlich zu sehen war.

Alles andere als harmlos präsentierte sich zum Bundesligaauftakt die Mannschaft von Julian Nagelsmann. Mit dem 3:1 gegen Mainz dürfte RB die Auswärtsaufgabe am Rhein selbstbewusst angehen. Zudem wurde man ebenfalls auf dem Transfermarkt aktiv und verpflichtete Haaland-Kumpel Alexander Sörloth für 20 Millionen Euro von Crystal Palace aus der Premier League. Der Norweger erzielte letzte Saison in der Süper Lig 24 Tore in 34 Einsätzen für Trabzonspor, wo er letzte Saison auf Leihbasis unter Vertrag stand.

So wohl Julian Nagelsmann als auch Bayer-Trainer Peter Bosz lassen ihre Teams sehr Ballbesitzorientierten Fußball spielen, wobei RB dabei defensiv ein wenig stabiler steht als die Werkself, die mit der Abwehr oftmals sehr hoch agiert. Mit 44 Gegentoren 2019/20 kassierte man sieben mehr als die Sachsen, was zwar nicht viel ist, aber im Kampf um die Champions League eben entscheidend sein kann. Es dürfte also ein sehr taktisch geprägtes Spiel werden, mit einer hoch motivierten Werkself, die sicherlich einen Fehlstart in die Saison vermeiden möchte.

FC Schalke 04 – SV Werder Bremen

Bei Schalke von einer verkorksten letzten Saison zu sprechen ist wohl noch eine gnädige Umschreibung eines totalen Chaos, das sich bei den Knappen in der letzten Saison offenbarte. Stand man nach dem 13. Spieltag noch zwischenzeitlich auf Platz drei, lief in der Rückrunde und spätestens nach dem Re-Start gar nichts mehr bei Königsblau. Nur der Rückrundenauftakt gegen Gladbach wurde noch mit 2:0 gewonnen. Aus den restlichen 16 Spielen ging man zehnmal als Verlierer vom Platz. Davon verlor man sogar sieben Spiele aus den neun Auftritten nach dem Re-Start. Dazu sorgte der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies mit einer Rassismus-Debatte und dem Covid-Ausbruch in seinem Betrieb für allerlei Unruhen neben dem Platz.

Auch der Start in die neue Spielzeit ging mit der 8:0 Auswärtsniederlage beim Rekordmeister in München schon wieder gehörig schief. Für Trainer David Wagner wird die Partie gegen Bremen womöglich schon zu einem Endspiel. Zuletzt kamen bereits Gerüchte auf, dass Schalke sich mit Ex-Mainz Trainer Sandro Schwarz als Nachfolger Wagners beschäftigt.

Dem SV Werder blieben Unruhen neben dem Platz in der letzten Saison immerhin erspart, aber ansonsten war es auch an der Weser eine Saison zum Vergessen. Erst mit dem furiosen 6:1 am letzten Spieltag gegen den 1.FC Köln und tatkräftiger Unterstützung von Union Berlin rettete man sich noch auf den nicht mehr für möglich gehaltenen Relegationsplatz, nachdem man lange auf einem direkten Abstiegsplatz gestanden hatte. In der Relegation zitterte man sich schließlich gegen Heidenheim zum Klassenerhalt.

Die PK des SV Werder Bremen vor dem Spiel beim FC Schalke 04.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass Bremen mit vielen Verletzungssorgen zu kämpfen hatte, die zum Teil auf die Kappe von Trainer Florian Kohfeldt gehen, wie er selber einräumen musste. Diese Saison sollte alles besser werden, aber schon am ersten Spieltag setze es eine 1:4 Heimniederlage gegen Hertha BSC, die stark an die Auftritte der letzten Saison erinnerte. Somit treffen nun zwei Vereine im direkten Duell aufeinander, für die diese Partie schon wieder richtungsweisend sein dürfte.

TSG Hoffenheim – FC Bayern München

Das letzte Spiel am 24. Spieltag der vergangenen Saison ging wohl eindeutig in die deutsche Fußballgeschichte ein. Die Bayern erwischten mit dem 6:0 Auswärtserfolg einen Sahnetag und waren den Hausherren in allen Belangen überlegen. Allerdings wurde der Erfolg der Bayern zur Randnotiz. In der 67. Spielminute unterbrach Christian Dingert kurzzeitig die Partie, nachdem in der Bayern-Kurve Schmähplakate gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp hochgehalten wurden. Nach etwa 75. Minuten wurde die Partie ein zweites Mal wieder wegen Plakaten unterbrochen und stand kurz vor dem Abbruch.

Die Bayern nach dem Gewinn des UEFA Super-Cup.

Im Spielertunnel einigten sich die Akteure beider Mannschaften, sich in der letzten Viertelstunde den Ball nur noch freundschaftlich zuzuspielen. Ein denkwürdiges Ende einer Bundesligapartie. Das Thema spaltete noch wochenlang ganz Fußballdeutschland, so kam es auch in anderen Stadien zu Spielunterbrechungen.

Am Sonntag erwartet die TSG aus sportlicher Sicht erneut eine schwere Aufgabe. Die Bayern starteten mit einem 8:0 gegen Schalke in die Saison und triumphierten, wenn auch mit etwas Mühe im UEFA Super-Cup gegen den FC Sevilla. Mit dem Sieg gegen Sevilla sicherte man sich nun schon das „Quadruple“. Das Einzige, was der TSG Hoffnung machen dürfte, sind womöglich müde Bayern, die nämlich erst in der Verlängerung das Entscheidende 2:1 machten. Die TSG startete selber mit einem 3:2 beim 1.FC Köln erfolgreich in die Saison, noch ist aber unklar, wohin es mit dem neuen Trainer Sebastian Hoeneß geht.

 

 

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* Die Rechte am Bild liegen bei Michael Probst / AP Photos *

Über den Autor
Von
Nicolas Kostic

Nicolas hat letztes Jahr sein Abitur bestanden und absolviert seit Juni ein freiwilliges Praktikum bei mmc sport in München. 

Neben seiner großen Leidenschaft dem Fußball, interessiert er sich auch für Handball und Eishockey.