Die Uefa Champions League neigt sich schon wieder dem Ende entgegen Zweimal erwartet uns das Duell Deutschland gegen Frankreich. Am Dienstag erwartet uns bereits die erste Partie.

                                           

Den Anfang machen RB Leipzig und Julian Nagelsmann gegen das Starensemble von Paris Saint-Germain unter der Regie von Thomas Tuchel. Wir zeigen euch alles, was ihr über die Partie wissen müsst.

 

 

Die Bilanz

 

Da RB Leipzig ein noch junger Verein ist, der erst 2017 das erste Mal den Einzug in Europas höchste Spielklasse schaffte, sind beide Mannschaften bisher noch nicht in einem Pflichtspiel aufeinander getroffen.

 

 

Lediglich einmal begegnete man sich 2014 in einem

Freundschaftsspiel, das der damalige Zweitligist aus Sachsen überraschend mit 4:2 gewann. Die Tore damals erzielten Yussuf Poulsen, welcher heute noch bei RB unter Vertrag steht, Terrence Boyd, Denis Thomalla und Stefan Hierländer.

 

Insgesamt traf Leipzig viermal auf französische Mannschaften. In der Gruppenphase der Champions League 2017/18 traf man auf AS Monaco, so wie in der diesjährigen auf Olympique Lyon (S1 U2 N1).

 

Paris hat hingegen bereits 20 Spiele gegen deutsche Mannschaften bestritten. 11 Spiele entschieden die Franzosen dabei für sich (U3 N6).

 

 

Der Weg von RB ins Halbfinale

 

In der Gruppenphase starteten die roten Bullen gegen den damals amtierenden portugiesischen Meister Benfica Lissabon, Olympique Lyon und Zenit St. Petersburg. Nur ein einziges Spiel ging dabei verloren (0:2 gegen Lyon) und so zog man mit drei Siegen und zwei Unentschieden in den anderen Partien verdient als Gruppenerster in die KO-Runde ein.

 

Im Achtelfinale wartete der Vorjahresfinalist Tottenham Hotspurs auf die Mannschaft von Julian Nagelsamann. Die Leipziger waren in beiden Spielen die spielbestimmende Mannschaft und wurden so von den Engländern vor keine größeren Probleme gestellt. Mit ihrer jugendlichen Frische gewannen sie beide Spiele (0:1. 3:0) und zogen hochverdient ins Viertelfinale ein.

 

Die Highlights aus dem Spiel RB Leipzig gegen Atletico Madrid.

 

Im Viertelfinale warteten die Defensivspezialisten von Atletico Madrid und Diego Simeone auf die Sachsen. Diese Partie wurde bereits beim Finalturnier in Lissabon unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Auch hier war Leipzig wieder die frischer, agilere und vor allem spielbestimmende Mannschaft. Zwar glich Atletico den Führungstreffer von Dani Olmo durch einen Elfmeter von Joao Felix noch aus, aber Tyler Adams brachte zwei Minuten vor Spielende die Entscheidung für RB.

 

 

Der Weg von PSG ins Halbfinale

 

PSG erwischte mit Real Madrid hingegen einen echten Brocken in seiner Gruppe. Außerdem traf man auf Galatasary Istanbul und den belgischen Vertreter Club Brügge. Nur einmal lies die Elf von Thomas Tuchel dabei, Punkte liegen, nämlich beim 2:2 in Madrid.

 

Im Achtelfinale, wo in den zwei Jahren zuvor jeweils Endstation für PSG war, erwartete Thomas Tuchel das Duell mit seinem EX-Verein Borussia Dortmund. Auch hier sah es nach der 1:2 Hinspielniederlage in Dortmund zunächst nicht gut aus. Das Rückspiel wurde im März in Paris bereits ohne Zuschauer ausgetragen. In diesem setzten sich Pariser dann mit einem 2:0 gegen erschreckend harmlose Dortmunder auch durch.

 

PSG setzte sich im Viertelfinale knapp gegen Atalanta Bergamo durch.

 

Im Viertelfinale traf man dann in Lissabon auf die Überraschungsmannschaft von Atalanta Bergamo. In der 26. Spielminute mussten die Franzosen einen Treffer von Mario Pasalic schlucken und so sah es lange so aus, als würde das Märchen von Atalanta weitergehen. Diese Träume wurden erst durch einen Doppelschlag von Marquinhos  und Choupo-Moting brutal beendet.

 

Was für RB Leipzig spricht

 

Die Leipziger fallen wie in der Bundesliga auch in Europa durch ihre jugendliche Unbekümmertheit auf.

 

Schon das Viertelfinale war für Leipziger ein riesengroßer Erfolg und alles Weitere ist nur noch Bonus. Im Gegensatz zu PSG, bei denen die Champions League Priorität genießt, können die roten Bullen also befreit aufspielen.

 

Zudem wurde die Liga in Frankreich bekanntermaßen abgebrochen, sodass PSG seit März nur drei Pflichtspiele bestreiten konnte. Zwar entschied PSG alle drei für sich, aber die fehlende Souveränität im Spiel war ihnen deutlich anzusehen.

 

Das spricht für PSG

 

Vor allem die Offensive von Paris lässt jeden Gegner vor Neid erblassen. Mit Superstars wie Neymar, Kylian Mbappe, Ángel di María oder Mauro Icardi haben die Franzosen enorme Torgefahr in den eigenen Reihen, die jeder Gegner erstmal stoppen muss.

 

Nachdem man die letzten Jahre teils auf absurde Art und Weise aus dem Wettbewerb ausschied (Barcelona 2017, Manchester 2019), scheint dieses Jahr der Knoten endlich geplatzt zu sein.

 

In den entscheidenden Spielen der letzten Jahre fehlte zudem oftmals Superstar Neymar verletzungsbedingt. Dieses Jahr ist der Brasilianer fit und fiel mit einer für ihn ungewöhnlich disziplinierten Vorbereitung auf das Turnier in Lissabon auf. Diese machte sich bereits gegen Atalanta bezahlt, als er verdient zum Man of the Match gekürt wurde.

 

Prognose

 

Schon allein wegen der enormen Qualität in den eigenen Reihen geht PSG als klarer Favorit in die Partie. Hinzu kommt die größere Erfahrung einiger Spieler, verglichen mit den jungen Leipzigern.

 

Trotzdem sollte man Leipzig auf gar keinen Fall schon vor dem Spiel abschreiben. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann hat die Experten schon oftmals in dieser Saison des Besseren belehrt und so ist ihnen auch diesmal der große Coup zuzutrauen.

 

 

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* Die Rechte am Bild liegen bei Lluis Gene / AP Photos *

Über den Autor
Von
Nicolas Kostic

Nicolas hat letztes Jahr sein Abitur bestanden und absolviert seit Juni ein freiwilliges Praktikum bei mmc sport in München. 

Neben seiner großen Leidenschaft dem Fußball, interessiert er sich auch für Handball und Eishockey.