Die Bundesligasaison ist vorbei und somit herrscht in den Stadien derzeit kein Spielbetrieb mehr. Grund genug für uns, die Spielstätten der deutschen Clubs einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir präsentieren die unserer Meinung nach schönsten Fußballstadien Deutschlands.

10. Olympiastadion – Hertha BSC

Erst am vor ein paar Wochen fand das DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion statt und kurze Zeit später wurde bekannt, dass auch in den nächsten fünf Jahren die Endspiele des Pokalwettbewerbs dort ausgetragen werden sollen.

Dabei wird die Heimspielstätte von Hertha BSC nicht einzig für Fußballspiele genutzt, denn auch Leichtathletik Wettbewerbe und sogar Konzerte finden dort statt.

Und auch mit Tradition und Kultur kann das Olympiastadion aufwarten. Es wurde zwischen 1934 bis 1936 erbaut und von 2000 bis 2004 renoviert, weshalb es heute ein Fassungsvermögen von fast 74.500 Sitzplätzen hat.

Dennoch landet das Olympiastadion nur auf Rang zehn, denn es gibt dort zum einen nur Sitzplätze – jeder, der schon einmal in einem Stehblock war, weiß, dass das nochmals ein anderes Erlebnis ist – und zum anderen werden die Zuschauer vom Spielfeld durch eine riesige blaue Tartanbahn abgegrenzt – Fannähe sieht nun einmal anders aus.

9. Rudolf-Harbig-Arena – Dynamo Dresden

Obwohl das Rudolf-Harbig-Stadion so, wie wir es heute kennen, erst 2009 eröffnet wurde, geht auch die Geschichte dieses Stadions viel weiter zurück, denn es beruht auf der „Dresdner Kampfbahn“, ein Stadion, das bereits 1923 eingeweiht wurde.

Die Rudolf-Harbig-Arena.

2009 musste die Arena jedoch saniert werden und wurde daher umgebaut, sodass sie heute mehr als 32.000 Gäste beherbergen kann -  davon sind rund ein Drittel Stehplätze.

8. Ostseestadion – Hansa Rostock

Das heutige Ostseestadion wurde 2001 eröffnet und ist seither die Heimat von Hansa Rostock. Dabei bietet es Platz für 29.000 komplett überdachte Zuschauerplätze, 9.000 davon dienen als Stehplätze. Das Ostseestadion befindet sich direkt in der Stadt.

Bei Spielen der Rostocker fallen vor allem die enthusiastischen Fans immer wieder auf, die ihre Mannschaft nach vorne peitschen. Rund ums Stadion stehen Flutlichtmasten, die längst ein Wahrzeichen geworden sind.

Auch hier wird das Stadion nicht nur für Fußballspiele, sondern auch für Konzerte genutzt. Es wurde zudem kürzlich zum siebtbeliebtesten Stadion Deutschlands gewählt. 

7. Millerntor – FC St. Pauli

Anders als viele andere Fußballstadien, liegt das Millerntor mitten im Herzen des Stadtteils St. Pauli und ist dadurch in komplett in die Stadt integriert.

2015 waren die Renovierungsarbeiten des seit 1963 bestehenden Stadions beendet und führten so zu fast 30.000 Plätzen – davon sind mehr als die Hälfte, nämlich rund 17.000, Stehplätze.

Außergewöhnlich ist zudem, dass nicht nur in der Süd- und Nordkurve stehende Fans Platz haben, sondern auch auf der Gegengerade, weshalb es dort oft zu beeindruckenden Choreographien kommt.  

6. VELTINS-Arena – Schalke 04

Auch die VELTINS-Arena ist ein eher junges Stadion, sie wurde nämlich erst 2001 neu erbaut. Und auch hier finden regelmäßig andere Veranstaltungen, wie Konzerte oder die jährliche Biathlon World Team Challenge zum Jahresende statt. Doch besser bekannt ist das Stadion wohl als Heimspielstätte des FC Schalke 04.

Und diese Arena hat es wirklich in sich! Das gesamte Stadion kann mittels eines schließbaren Daches überdeckt werden, ebenso werden die Sitzplätze je nach Wettbewerb angepasst, denn auch sie können ein- und ausgefahren werden. Und auch er Spielfeldrasen kann über Schienen rein- und rausgeschoben werden.

Bei Fußballspielen haben fasst 63.300 Zuschauer Platz – rund 16.300 auf Stehplätzen. Egal, ob Schalke Fan oder nicht, man muss einfach zugeben, dass es einem eiskalt den Rücken runter läuft, wenn das „Steigerlied“ gespielt wird und die Mannschaften durch den Spielertunnel in Bergbauoptik einlaufen. Und somit ist die VELTINS-Arena ein wohlverdienter Platz sechs.

5. Grünwalderstadion – 1860 München

Das ehrwürdige Sechzgerstadion wurde bereits 1911 für den TSV 1860 München eröffnet und steht mitten in Untergiesing-Harlaching. Seit 2017 ist es wieder die Heimat der Löwen und dient zudem für den FC Bayern II und ab kommender Saison für Türkgücü München als Spielstätte.

Zu den Glanzzeiten der Sechzger war auch die Stadionatmosphäre etwas ganz besonderes, sodass einst einmal 58.200 Zuschauer Platz fanden, heute sind es gerade einmal 15.000 – während früher allein die Westkurve 19.000 fasste.

Die Rückkehr ins Sechzger Stadion 2017.

Dennoch hat die traditionsreiche Löwenheimat seinen Charme nicht verloren. Auch heute werden noch alte Flutlichtmasten eingesetzt, um Sicht bei Abendspielen zu gewährleisten. Und auch die Anzeigetafel ist noch aus alter Zeit. Mit jedem Treffer wird hier nämlich manuell von Hand der Spielstand entsprechend angepasst.

Und auch mit einer eigenen „VIP-Lounge“ fällt das Sechzger auf. Die Spielstätte ist nämlich so sehr in die Umgebung integriert, dass sich bei jedem Heimspiel der Löwen, Fans an den Fenstern der umgebenden Wohnhäuser tummeln und das Spiel betrachten.

4. Borussia-Park – Borussia Mönchengladbach

Auch der Borussia Pak ist mit seiner Einführung im Jahre 2004 noch nicht ganz so alt, wie vorherige Stadien und auch deshalb in seiner Nutzung nicht nur auf Fußballveranstaltungen beschränkt.

An Heimspieltagen von Borussia Mönchengladbach können 54.000 Zuschauer, verteilt auf 38.000 Sitzplätze und 16.000 Stehplätze, die Fohlenelf bejubeln. Besonders ist zudem, dass das Stadion sowohl innen als auch außen bei Heimspielen in einem grünen Licht erstrahlt.

3. Allianz Arena – FC Bayern München

Mit Lichtspielen kennt sich auch dieses Stadion aus. Die 2005 fertiggestellte Allianz Arena beherbergt seit 2017 einzig und allein den FC Bayern München. Vor dem Zwangsabstieg der Löwen teilten die Lokalrivalen nämlich die Spielstätte.

Als alleiniger Inhaber bauten die Bayern ihr Stadion entsprechend um, rund 75.000 Zuschauer haben nun in der neuen Allianz Arena, auf drei Ränge verteilt, Platz. Ein Highlight ist zudem, dass die Arena jeden Abend in den Farben des Clubs leuchtet.

2. Stadion an der Alten Försterei – Union Berlin

Hier finden wir wieder ein traditionsreiches Stadion, das schon seit 1920 existiert und als Spielstätte des 1. FC Union Berlin fungiert. Doch wie viele der älteren Stadien, musste auch dieses, zuletzt 2009, häufig saniert werden. 

Das Stadion an der Alten Försterei.

Aber was dieses Stadion so besonders macht, ist das Fassungsvermögen von 22.000 Zuschauern, welches durch unglaubliche 18.400 Stehplätze gedeckt wird. Damit ist ein fast reines Stehplatzstadion, in dem bei jedem Spiel beste Stimmung garantiert ist.

1. Signal Iduna Park – Borussia Dortmund

Gerade zu Zeiten von Corona hat man gemerkt, wie wichtig die Fans im Stadion sind. Der Anblick einer leeren Südtribüne im Signal Iduna Park war ein wirklich ungewohntes Bild.

Denn normalerweise hallt kurz vor Spielbeginn von fast 25.000 Fans auf der Südtribüne und den restlichen 65.000 die Fußballhymne „You‘ll never walk alone“ durchs Stadion und verzaubert ganz Fußballdeutschland. Mit rund 81.300 Zuschauerplätzen ist das Westfalenstadion das größte Fußballstadion des Landes.

Die reine Stehplatztribüne oder „Gelbe Wand“ ist zudem die größte ganz Europas und damit wirklich einzigartig. Außerdem liegt die ehemalige Spielstätte des BVB, das Stadion Rote Erde, direkt neben dem Signal Iduna Park.

Es grenzt sogar unmittelbar an die Osttribüne. Dadurch fühlen sich vor allem ältere Fans, die noch Spiele in der „Kampfbahn Rote Erde“ erlebten noch ein Stück mehr zu Hause. 

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* Die Rechte am Bild liegen bei Martin Meissner / AP Photos *

Über den Autor
Von
Julia Wurdack

Julia studiert aktuell Sportwissenschaft an der TUM und absolviert seit Juni ihr praktisches Studiensemester bei der Firma mmc sport in München.

Neben ihrem Spezialgebiet Fußball verfügt sie außerdem über umfangreiches Wissen in der Formel 1 und im Wintersport.
 

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