Das Achtelfinale der Europa-League steht vor der Tür. Mit Red Bull Salzburg und Zenit St. Petersburg sind der BVB und die roten Bullen den großen Brocken aus dem Weg gegangen. Wir nehmen die deutschen Gegner etwas genauer unter die Lupe.

Red Bull Salzburg

 

Borussia Dortmund bekommt es in der Runde der letzten 16 mit Serienmeister Red Bull Salzburg zu tun. Seit dem Einstieg von Red Bull zur Saison 2005/2006 konnten sich unsere österreichischen Nachbarn bereits acht Mal über den Gewinn der Meisterschaft freuen. In fünf Fällen holten sie durch den Pokalsieg das Double. Auch in diesem Jahr steuert der Tabellenführer bei zehn Punkten Vorsprung uneinholbar dem nächsten Titel entgegen.

Ein besonderes Kuriosum ergibt sich beim Blick auf die Bilanz in der Champions-League der Österreicher. Seit der Spielzeit 2006/07 nahm Salzburg zehn Mal an der Qualifikation zur Königsklasse teil, scheiterte unglaubliche zehn Mal und machte sich dadurch zur Lachnummer Europas.

Der Trainer der Mozartstädter ist ein alter Bekannter aus der Bundesliga. Marco Rose übernahm im Juni 2017 das Amt von Oscar García bei den Profis, nachdem er zuvor die U-16, U-18 und U-19 der Bullen trainierte. Als Spieler ist er den meisten als ehemaliger Profi des FSV Mainz 05 ein Begriff. Zwischen 2002 und 2010 machte Rose 150 Spiele für die Rheinhessen und erzielte dabei fünf Tore.

Seine Bilanz kann sich absolut sehen lassen. In 43 Spielen ging er 29 Mal als Sieger vom Platz. Lediglich ein Spiel unter seiner Leitung ging verloren. Das ergibt einen Schnitt von 2,33 Punkten pro Spiel. Ein sehr starker Wert. Sein Vertrag läuft noch bis zum 30.6.2019. Macht Rose so weiter, ist eine Verlängerung seines Arbeitspapiers nicht ausgeschlossen.

Der Kader der Salzburger besteht aus weitestgehend unbekannten Spielern. Dennoch stellt der Tabellenführer beachtliche zehn A-Nationalspieler. Bei einem Gesamtmarktwert von 49,5 Millionen Euro beträgt das Durchschnittsalter der Mannschaft 23,8 Jahre.

Mit Alexander Walke, André Ramalho und Reinhold Yabo tummeln sich auch drei ehemalige Bundesliga- bzw. 2. Bundesligaspieler im Kader der Salzburger, die bei ihren jeweiligen Clubs in Deutschland aber nicht den ersehnten Durchbruch schaffen konnten oder sich sportlich weiterentwickeln wollten.

 

Den absoluten Superstar sucht man in dem 24-Mann starken Kader vergebens. Aufpassen muss der BVB jedoch auf Munas Dabbur und Valon Berisha. Ersterer schoss mit seinen aktuell 16 Saisontoren die Salzburger im Alleingang an die Tabellenspitze und ist mit einem Marktwert von sechs Millionen Euro der wertvollste Spieler der Mozartstädter. Berisha bringt es bei 35 Pflichtspielen immerhin auf 18 Scorerpunkte und einen Marktwert von 5 Millionen Euro.

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Zenit St. Petersburg

 

RB Leipzig trifft im Achtelfinale auf den russischen Vertreter Zenit St. Petersburg. Der Verein wurde 1925 gegründet und war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einer der Gründungsmitglieder der neuen russischen Liga.

2007 wurde Sankt Petersburg unter Trainer Dick Advocaat erstmals russischer Meister. Dabei profitierte der Verein (und tut es bis heute) auch von der finanziellen Unterstützung des russischen Erdgasförderunternehmens Gazprom. Bis heute ließ Zenit drei weitere Meisterschaften folgen.

Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte feierte Zenit im Jahre 2008. Zunächst gewann die Mannschaft den UEFA-Cup durch ein 2:0-Sieg im Finale gegen die Glasgow Rangers. Im Halbfinale schalteten die Russen dabei den deutschen Rekordmeister Bayern München durch ein 4:0 im Rückspiel (Hinspiel 1:1) aus. Den Supercup zwischen dem Sieger der Champions-League und des UEFA-Cups sicherte sich Sankt Petersburg durch ein 2:1 über Manchester United.

In der Königsklasse konnte Zenit jedoch nie an diese Erfolge anknüpfen. Drei Mal konnte seit der Saison 2011/12 das Achtelfinale erreicht werden. Hier war jedoch immer Endstation.

Trainiert werden die Russen von niemand geringerem als Roberto Mancini, der unter anderem bereits für Inter Mailand, Manchester City und Lazio Rom verantwortlich war. Am 1.7.2017 übernahm er Zenit und holte in 34 Spielen 18 Siege und einen Schnitt von 1,85 Punkten pro Spiel. Aktuell belegt er mit seiner Mannschaft nur den vierten Platz in der Tabelle. Zu wenig für einen Trainer seiner Größenordnung. Sein Arbeitspapier läuft noch bis zum 30.6.2020.

Im Vergleich zu Red Bull Salzburg ist der Kader von Zenit gespickt von bekannten Spielern. Aktuell stellt Sankt Petersburg 15 A-Nationalspieler. Zu den bekanntesten Akteuren gehören Branislav Ivanovic (Champions-League-Sieger mit Chelsea), Yuri Zhirkov, Aleksandr Kokorin und Leandro Paredes.

 

Paredes, Neuzugang vom AS Rom, knackt mit einem Marktwert von 18 Millionen Euro beinahe die 20-Millionen-Marke und führt das Ranking der wertvollsten Spieler bei Zenit an. Der Gesamtmarktwert der Mannschaft wird auf 128,85 Millionen Euro taxiert.

Insgesamt verfügt Zenit über eine sehr erfahrene Truppe. Dies wird auch bei einem Blick auf das Durchschnittsalter des 22-Mann-Kaders sichtbar. Dieses beträgt 27,3.

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Ausblick

Beide deutschen Vertreter können sicherlich mit ihren Achtelfinal-Losen leben. Auf die leichte Schulter sollten Red Bull Salzburg und Zenit St. Petersburg dennoch nicht genommen werden.

Die Österreicher konnten in der Gruppenphase immerhin Olympique Marseille hinter sich lassen. In der Zwischenrunde setzten sie sich gegen Real Sociedad San Sebastian durch.

Gerade gegen einen deutschen Vertreter wird Salzburg sehr motiviert zu Werke gehen und versuchen, den BVB vor Probleme zu stellen. Dennoch ist Borussia Dortmund der Favorit und wird im Heimspiel am Donnerstag den Grundstein für den Einzug ins Viertelfinale legen wollen. Entscheidet der BVB das Spiel für sich, winkt eine 1.52-Quote.

Auch bei RB Leipzig ist Vorsicht geboten. Viele Spieler im Kader der Russen haben auf internationaler Bühne eine Menge Erfahrung. Gerade das Rückspiel wird, auch aufgrund der Temperaturunterschiede, extrem schwierig. Dennoch sehen die Buchmacher die roten Bullen als Favoriten. Für einen Heimsieg im Hinspiel gibt es eine 1.68-Quote.

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888sport

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